Bandscheibenvorfall, was tun?

Die 5 besten Tipps bei akuten Schmerzen?

Ein Bandscheibenvorfall kommt oft aus dem nichts und trifft dich unvorbereitet. Das können wir aus eigener Erfahrung leidvoll nachvollziehen. Dann ist schnelle Hilfe gefragt. Daher haben wir die 5 besten Tipps zusammengefasst, die bei uns am schnellsten und effektivste gegen die ersten akuten Schmerzen nach unseren Bandscheibenvorfällen gewirkt haben und dazu einfach anzuwenden sind!

 

Inhaltsübersicht

Ist bei einem Bandscheibenvorfall Wärme gut?

Wärme lindert akute Rückenschmerzen und ist als Hausmittel nicht ohne Grund bewährt – so auch bei akuten Schmerzen durch einen Bandscheibenvorfall. Um Wärme von außen zuzuführen, eignet sich gut ein Wärmepflaster. Auf der schmerzenden Stelle kann es optimal für Entspannung sorgen und einen leichten schmerzstillenden Effekt haben.

Die wohltuende Wärme wirkt schmerzhaften Verspannungen im Rücken entgegen und kann Schmerzen in verspannten Muskeln im Rücken und Nacken schnell und nachhaltig lindern.

Es gibt zwei Arten: Wärmepflaster mit dem Inhaltsstoff Capsaicin, einem Pfefferextrakt, reizen die Haut und erweitern die Gefäße, wodurch ein Wärmegefühl entsteht. Wärmepflaster mit Aktivkohle und Eisen erzeugen in einer chemischen Reaktion mit Sauerstoff Wärme.

Der Marktführer ThermaCare von Pfizer setzt dabei auf Aktivkohle und Eisen und verspricht 8 Stunden therapeutische Wärme für den Rücken bei flexibler Anwendung und eine tiefenwirksame Muskelentspannung. Daher sind die ThermaCare Pflaster unsere erste Wahl. Die Wärme ist landanhaltend, angenehm und die Pflaster schnell online erhältlich. Wir bestellen immer hier.*

Vorsicht bei der Anwendung: Menschen mit verletzter oder empfindlicher Haut sollten die Pflaster erst nach Rücksprache mit ihrem Arzt anwenden. Bei akuten Sportverletzungen, bei Prellungen oder Zerrungen sollte man kühlen statt wärmen.

Die Beschwerden sollten dann unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden, um eine gezielte Behandlung einleiten zu können.

Was ist besser Wärme oder Kälte bei Bandscheibenvorfall?

Nicht immer ist Wärme die beste Medizin – In manchen Fällen kann stattdessen Kälte Linderung bringen – etwa bei Sportverletzungen oder wenn ein entzündliches Geschehen hinter den Rückenschmerzen steckt.

Kalte Wickel oder Eisbeutel wirken vor allem dann wohltuend, wenn die Schmerzen auf ein Entzündungsgeschehen zurückgehen. Am besten solltest du, wenn du unter akuten Rückenschmerzen leidest, selbst ausprobieren, ob du dich bei Wärme oder bei Kälte wohler fühlst. Denn in manchen Fällen kann Kälte wiederum Rückenschmerzen auslösen. Bei einem Bandscheibenvorfall hat uns aber immer Wärme besser geholfen.

Welche Salbe hilft bei einem Bandscheibenvorfall?

Bei stärkeren akuten Schmerzen können Wärmesalben angewendet werden. Sie enthalten Substanzen, die die Blutgefäße erweitern (zum Beispiel den Chili-Stoff Capsaicin), fördern dadurch die Durchblutung und erzeugen ein Gefühl von Wärme. Außerdem wirken sie schmerzlindernd. Wärmesalben und Wärmepflaster können allerdings leicht die Haut reizen, weshalb sie immer nur kurzzeitig anzuwenden sind.

Schmerz -und entzündungshemmende Medikamente sind bei akuten Schmerzen sowieso der Top-Tipp und werden unterschiedliche Therapiemaßnahmen, wie beispielsweise Krankengymnastik oder physikalische Therapien unterstützt. Weil wir unseren Körper aber möglichst nicht mit starken, verschreibungspflichtigen Medikamenten belasten wollen, greifen wir am liebsten auf Schmerzsalben zurück. Das ist auch unser bester Tipp gegen akute Schmerzen.

Voltaren-Schmerzgel*

setzt mit deren Schmerzgel auf den Wirkstoff Diclofenac und soll dabei eine 3-fach-Wirkung haben: es stoppt den Schmerz, bekämpft die Entzündung und fördert die Heilung.

In Deutschland ist Voltaren die Nr. 1 bei Muskel-, Rücken- und Gelenkschmerzen.1

Kytta-Schmerzsalbe

setzt dagegen auf einen pflanzlichen Wirkstoff und laut deren Webseite, hat eine Studie gezeigt, dass bei akuten Rückenschmerzen Kytta Schmerzsalbe nachweislich wirksame Hilfe leistet: Die Schmerzsalbe kann die Beschwerden um bis zu 95% senken. Die schnell spürbare Wirkung setzt bereits innerhalb einer Stunde ein. Und man soll diese Salbe aufgrund des pflanzlichen Wirkstoffs über einen längeren Zeitraum anwenden können.

Wir hatten bei unseren Bandscheibenvorfällen beide ausprobiert, bevorzugen aber die Kytta Schmerzsalbe aufgrund des pflanzlichen Wirkstoffs. Beide Salben konnten gefühlt die Schmerzen lindern. Vor allem konnten wir uns wieder mehr bewegen. Darum geht es ja gerade in den ersten Tagen nach einem Bandscheibenvorfall.

Welches Hausmittel wirkt bei einem Bandscheibenvorfall am besten?

Als einfaches und natürliches Hausmittel gegen Rückenschmerzen haben sich Körnerkissen bewährt. Einfach ein Kirschkern-, Dinkel-, Roggen- oder Hirsekissen im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmen und auf den schmerzenden Rücken legen. Die Körnerkissen transportieren die Wärme noch sanfter unter die Haut.

Ein altbewährtes Mittel aus der Hausapotheke gegen Rückenschmerzen sind Körnerkissen (Kirschkern- oder Dinkelkissen), die in verschiedenen Größen im Handel erhältlich sind. Sie werden im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmt. Ihr Vorteil: Sie halten die Wärme länger als Wasser und geben sie gleichmäßiger ab. Heizkissen und Heizdecken funktionieren mit elektrischem Strom. Sie sollten nicht im Schlaf über Nacht angewendet werden, da es dann leicht zur Überhitzung und Verbrennungen an der Haut kommen kann.

Also auch hier wieder Wärme, etwas sanfter und langhaltender als eine Salbe. Für uns eher eine Ergänzung bzw. für die dauerhafte Anwendung als das Mittel der ersten Wahl bei akuten Schmerzen. Meist benutzen wir dabei eine Dinkelkissen. Das Kirchkernkissen drückt manchmal unangenehm in die Haut durch die etwas größeren Kerne

Besser liegen oder bewegen bei einem Bandscheibenvorfall?

Wer sich mit den Schmerzen ins Bett verkriecht, macht es genau falsch. Nur bei sehr wenigen Ursachen ist Bettruhe angesagt. Bewegung ist neben Wärme das einfachste Mittel, Muskelverspannungen zu lösen.

Geh am besten deinen alltäglichen Tätigkeiten wie gewohnt nach und versuche dich dabei so viel wie möglich zu bewegen, zum Beispiel Walken, Schwimmen, Radfahren oder spezielle Rückenübungen. Das verhindert nebenbei Übergewicht – einen entscheidender Risikofaktor für den Rücken.

Wir haben dabei auf verschiedene Präventionskurse gesetzt, die du entspannt zu Hause machen kannst, sowie es bei dir gerade geht (gerade mit Schmerzen und nach der Empfehlung deines Arztes). Teilweise werden die Kosten dazu auch einfach zu 80% bis 100% von der Krankenkasse übernommen.

Oft wird auch die Stufenlagerung empfohlen. Wir haben damit keine besonderen Erfahrungen gemacht, dass es dadurch besser wurde. Dazu haben wir auch das folgenden Experten-Video gefunden, das unsere subjektiven Eindrücke bestätigt: https://www.youtube.com/watch?v=wJYM5XPr_Uc

Geheimtipp: Barfuß laufen

Weg mit den Schuhen – vor allem mit den hohen Hacken, die dem Rücken auf Dauer besonders schaden! Wenn du öfter barfuß läufst, bekommst du dadurch außerdem einen Wach-Kick, korrigierst automatisch deine Haltung und massierst die Reflexzonen an deinen hochempfindlichen Fußsohlen.

Was kannst du noch tun bei einem Bandscheibenvorfall?

Viel Wasser trinken – möglichst oft und dabei in kleinen Mengen! Das vielleicht überraschendste Hausmittel für die Bandscheiben ist schlichtweg Wasser.

Der Wasserhaushalt in deinem Körper hängt direkt mit der Versorgung der Bandscheiben zusammen. Herrscht im Körper ein Flüssigkeitsmangel, dann werden in erster Linie die lebenswichtigen Organe versorgt. Die Bandscheiben gehören nicht dazu. Sie werden ohne ausreichende Gewebeflüssigkeit mehr und mehr zusammengedrückt. Sowohl ihre Pufferwirkung als auch ihre Fähigkeit, sich wieder vollzusaugen, lassen bei langanhaltendem Flüssigkeitsmangel nach.

Daher gilt:  Täglich etwa 2 bis 3 Liter stilles Wasser oder ungesüßten Tee trinken, am besten über den Tag verteilt und in kleineren Mengen, so dass das Wasser auch in die Zellen der Bandscheiben gelangen kann und nicht nur die Nieren spült, wie es beim Trinken großer Mengen auf einmal der Fall ist.

Fazit-Was tun bei einem Bandscheibenvorfall:

Wenn dich ein Bandscheibenvorfall trifft, solltest du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Du kannst aber bei einem Bandscheibenvorfall selbst sehr viel tun, um für schnelle Linderung bei akuten Schmerzen zu sorgen. Bei uns hat sich eine Kombination der verschiedenen Mittel bewährt, insbesondere Wärme (am Anfang mit Salben) gegen den akuten Schmerz. Vor allem aber solltest du nach dem Bandscheibenvorfall dein Leben nicht komplett einstellen, sondern dich weiterhin viel bewegen oder besser noch, neue Bewegungsroutinen und tägliche Übungen in dein Leben integrieren.

Gerade ein vernünftiges Sportprogramm hat uns besonders geholfen und wir sind beide seit einigen Jahren von weiteren Bandscheibenvorfällen verschont geblieben. Wie wir unser Sportprogramm geändert haben, erzählen wir dir hier (entgegen vieler Meinungen sind wir wieder voll im CrossFit eingestiegen und haben seitdem weniger Rückenprobleme als vor den Bandscheibenvorfällen) und wie wir unseren Arbeitsplatz umgebaut haben, hier.

Beste Gesundheit

*Partner-Link

Unser Ziel mit der Webseite ist als Betroffene von (mehreren) Bandscheibenvorfällen anderen Betroffenen mit unserer Geschichte zu helfen und vor allem für die Zukunft vorzubeugen. Daher stellen wir nur Hilfsmittel und Angebote vor, die uns wirklich geholfen haben. Da eine Webseite aber Zeit und vor allem Geld kostet, finanzieren wir das mit Partner-Links.